Symposion Zeichnen als Erkenntnis

10.10 - 12.10.2013


Zur Foto-Reportage von © Tom Garrecht, München 2013

Veranstaltungsort

Akademie der Bildenden Künste München Akademiestraße 4, 80799 München.
Das Symposion fand im Wesentlichen in der historischen Aula der Kunstakademie statt.

In welcher Hinsicht ist das Zeichnen als epistemische Handlung zu verstehen? Wie wird Erkenntnis generiert und welche Erkenntnisformen sind zu sichten und zu differenzieren? Neben namhaften Künstlerinnen und Künstlern mit ihren unterschiedlichen Formen der Erkenntnisproduktion über das Zeichnen referieren Kunstpädagogen, Kunstwissenschaftler und Psychologen.

Es steht mit diesem interdisziplinären Diskurs nicht nur die Frage im Raum, inwieweit das Zeichnen beanspruchen kann, eine eigene, Neues generierende Erkenntnisform zu sein, sondern auch, wie Vermittlungssituationen des Zeichnens Erkenntnis fördernd gestaltet werden können. In und außerhalb der Schule rückten die digitalen Medien in den letzten Jahren stark in den Vordergrund, während auch in Folge der Minimierung ästhetischer Bildung die eher zeitintensiven, meist analogen Handlungspraxen in den Hintergrund gedrängt wurden. Unstrittig wurden und werden damit wesentliche Aspekte einer ganzheitlichen, multisensuellen Erziehung und Bildung geschwächt.

Ziel des international besetzten Symposions ist es, das Zeichnen als kulturelle Praxis in seiner Vielfalt zu erkunden und in den Vermittlungsfeldern als grundlegende Erkenntnisform zu befördern.

Das Symposion wurde konzipiert und moderiert von Prof. Dr. Johannes Kirschenmann, Barbara Lutz-Sterzenbach, Nina Annabelle Märkl und Olaf Probst.

Künstler & Referenten

Janina Arlt

Kunstpädagogin, Mitarbeiterin in der Nachlassverwaltung Karl Bohrmann und Künstlerin, Hamburg

Karl Bohrmann
Karl Bohrmann: o.T. ( Stillleben – Hommage à Morandi), 16,2 cm x 15,1 cm, Stifte, Ölkreide und Aquarell auf Bütten, 1996
„Karl Bohrmann – Akte des Zeichnens“ Download

Stefan Baumkötter

Künstler und Professor an der Hochschule der Künste Bremen

Prof. Stephan Baumkötter
2005, 32 x 24 cm, Pastell Papier
Im Gespräch über Zeichnen als Erkenntnis Download

Rege internationale Ausstellungstätigkeit, ist in zahlreichen namhaften öffentlichen Sammlungen zu sehen u.a. Lenbachhaus, staatl. graphische Sammlung in München.
Baumköter entwickelt die jeweiligen Einsätze unspektakulär seit 25 Jahren weiter.

Matthias Beckmann

Künstler, Berlin

Blick aus Malte Spohrs Atelierfenster, 2011
aus der Serie “Berliner Ateliers”, 2010-2012
Bleistift auf Papier
29,7 x 21,0 cm
Blick aus Malte Spohrs Atelierfenster, 2011
aus der Serie “Berliner Ateliers”, 2010-2012
Bleistift auf Papier
29,7 x 21,0 cm
© VG Bild-Kunst 2013
„Muß ich verstehen, was ich zeichne?“ Download

Studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Franz Eggenschwiler und in Stuttgart bei Prof. Rudolf Schoofs.

Matthias Beckmann ist ein Zeichner bei dem der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit im Zeichnen vor dem Motiv liegt. Seine linearen Bleistiftzeichnungen entstehen stets ohne fotografische Hilfsmittel, Vorstudien oder Korrekturen. Für seine umfangreichen Zeichenserien wählt er Orte und Instiutionen, die für ihn häufig exemplarischen Charakter haben, und die er über einen längeren Zeitraum immer wieder aufsucht um dort zu zeichnen.

Prof. Dr. Horst Bredekamp

Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin

Prof. Dr. Horst Bredekamp
Galileo Galilei, Kalkulationstabellen und Zeichnungen des Mondes, Florenz, BNCF, Gal. 50, Fol. 61v
"Historische Kritzeleien. Über das Verfertigen der Gedanken beim Zeichnen." Download

Ist seit 1993 Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und eben dort seit 2003 zusätzlich Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs. Die Forschungsschwerpunkte von Horst Bredekamp sind breit gestreut und reichen von Bildersturm, Skulptur der Romanik, Kunst der Renaissance und des Manierismus bis hin zur Politischen Ikonographie, Kunst und Technik sowie zu Neuen Medien. Mit dem Medium Zeichnen im Zusammenhang mit Erkenntnisprozessen hat sich Bredekamp in seinen Publikationen mehrfach dezidiert auseinandergesetzt und hier mit seinem erweiterten Blick des Bildwissenschaftlers Pionierarbeit geleistet. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen.

Prof. Yves Chaudouët

Künstler und Professor an der EESI, European School of Visual Arts, Angoulême & Poitiers

Yves Chaudouët
geschlossene Augen, offene Augen
Unterzeichneter Vortrag - in Gebärdensprache von der Schauspielerin Sabrina Dalleau übersetzt Download

Michel Dector

Künstler und Kunstpädagoge

Michel Dector / Michel Dupuy
Chewing-gum, été 2011 angouleme
Les dessins des autres - “Die Zeichnungen der anderen”

“Unsere Arbeit entwickeln wir immer vor Ort aus Befragungen und Erkundungen.

So werden wir auch München für unseren performativen Vortrag mit unseren Schritten einige Tage durchmessen, auf der Suche nach verschiedenen Arten von Zeichnung: solchen, die Widersprüche deutlich machen oder solchen, die als Gedächtnis der Stadt betrachtet werden können.”
Download

Michel Dector und Michel Dupuy sind sich an der l’École Nationale des Beaux-Arts in Bourges im Herzen Frankreichs begegnet und haben zusammen an der Faculté d’Arts plastiques von Saint-Charles in Paris studiert. Die beiden Kunstpädagogen und Künstler arbeiten nun schon seit mehr als 30 Jahren zusammen.

Sie entwickeln ihre Arbeit immer aus Stadt-Erkundungen heraus. Dabei lassen sie sich von der Konfliktträchtigkeit oder Poesiehaltigkeit ihrer Funde leiten, aus denen sie Ausstellungen und oder performative Führungen entwickeln.

Zahlreiche Ausstellungen und Beteiligungen führten sie durch Europa, in die USA und den vorderen Orient.

Nick Devereux

Künstler, Paris

Zeichnen als Erkenntnis Download

„FickleAttraction“
Lebt und arbeitet in Paris, er beschreibt sich als Autodidakt.
Nick Devereux spricht im Vortrag über die Gesetze der Gestaltpsychologie, die seinen Arbeiten zugrundeliegen. Des Weiteren spricht er über barocke Malerei, die sein Werk prägt.

Michel Dupuy

Künstler und Professor an der Kunsthochschule ESBA in Le Mans

Michel Dector / Michel Dupuy
Chewing-gum, été 2011 angouleme
Les dessins des autres - “Die Zeichnungen der anderen”

“Unsere Arbeit entwickeln wir immer vor Ort aus Befragungen und Erkundungen.

So werden wir auch München für unseren performativen Vortrag mit unseren Schritten einige Tage durchmessen, auf der Suche nach verschiedenen Arten von Zeichnung: solchen, die Widersprüche deutlich machen oder solchen, die als Gedächtnis der Stadt betrachtet werden können.”
Download

Michel Dector und Michel Dupuy sind sich an der l’École Nationale des Beaux-Arts in Bourges im Herzen Frankreichs begegnet und haben zusammen an der Faculté d’Arts plastiques von Saint-Charles in Paris studiert. Die beiden Kunstpädagogen und Künstler arbeiten nun schon seit mehr als 30 Jahren zusammen.

Sie entwickeln ihre Arbeit immer aus Stadt-Erkundungen heraus. Dabei lassen sie sich von der Konfliktträchtigkeit oder Poesiehaltigkeit ihrer Funde leiten, aus denen sie Ausstellungen und oder performative Führungen entwickeln.

Zahlreiche Ausstellungen und Beteiligungen führten sie durch Europa, in die USA und den vorderen Orient.

Prof. Dr. Cornelia Freitag-Schubert

Professorin für visuelle Grundlagen an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden.

schubertgr
Eva Kohn, Studierende der Hochschule RheinMain, 2013

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin) – Zeichnen: Möglichkeits- und Handlungsfelder

Was haben die Suchbewegungen des Denkens mit zeichnerischen Methoden, mit Repertoires und Subroutinen zu tun und was kann hier Vermittlungsarbeit leisten?

Dipl. Psych. Miriam Geiger-Riess

Klinische Neuropsychologin, Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg, Ravensburg.

Mit Hirn und Hand. Von der mentalen Vorstellung zum Kunstwerk. Download

Diplom-Psychologin mit Schwerpunkt Neuropsychologie; Erfahrungen aus der Arbeit in einer Neurologischen Klinik, von 2008 bis heute Neuropsychologin in der Abteilung für Epileptologie im Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg in Ravensburg.

Prof. Edith Glaser-Henzer

Professorin em. für Kunst und Kunstpädagogik der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz
Zeichnend die dreidimensionale Welt erkunden.

Prof. Edith Glaser-Henzer
Zeichnend die dreidimensionale Welt erkunden. Herausfordernde bildnerische Aufgaben können oft nicht mehr mit den gewohnten Mustern gelöst werden und provozieren das Entdecken neuer Sichtweisen und zeichnerischer Darstellungsformen. Videografierte Zeichenprozesse und Interview-Aussagen von Schülerinnen und Schülern geben Einblick in deren räumlich-visuelle Kompetenzen, deren bildnerisches Suchen und den sich verändernden Blick auf die Dinge. Download

War Dozentin für Fachwissenschaft und Fachdidaktik Bildnerische Gestaltung und Kunst an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Edith Glaser- Henzer leitete das Forschungsprojekt »raviko« , ein länderübergreifendes Forschungsprojekt zur Kinderzeichnung. „raviko“ zielte darauf ab, räumlich-visuelle Wahrnehmungsprozesse bei Kindern zu untersuchen, um mittels der Erkenntnisse über deren kognitive und leibbezogene Verarbeitung empirisch begründete Kompetenz-Beschreibungen zu entwickeln.

Jana Gunstheimer

Künstlerin, Jena

Jana Gunstheimer
“Methods of Destruction / Nanna as Virginia as Black Lady”, 2011
© VG Bild-Kunst 2013
Irrige Vorstellungen kausaler Zusammenhänge Download

Jana Gunstheimer arbeitet in Jena. Sie ist in zahlreichen Gruppen und Einzelausstellungen im In und Ausland vertreten.
Sie studierte zuerst an der Leipziger Universität Ethnologie und Kunstgeschichte, bevor sie sich der bildenden Kunst zuwandte.
In Jana Gunstheimers Vortrag geht es unter anderem darum, dass das Zeichnen für die Künstlerin eben KEIN Weg zur Erkenntnisproduktion ist.

Beatrice Gysin

Künstlerin und Kunstpädagogin, Biel

Beatrice Gysin
Globus für Blinde und Sehbehinderte, Museum Valentin Haüy © VG Bild-Kunst 2013

Individuelle Welterfahrung durch die Hand. Ein poetischer Versuch.

Wissen generieren über das «Begreifen». Zeichnen als eine Tätigkeit, die alle Sinne einbezieht, als Verortung individueller Wirklichkeit der Zeichnenden und als Ausdruck einer materiellen Kultur. Über meine künstlerische Haltung und Erfahrungen als Zeichnerin. Vereinbarkeit eigener künstlerischer Arbeit und Vermittlungstätigkeit.

Toni Hildebrandt

Kunsthistoriker, Universität Basel

Tony Hildebrand
William Anastasi, Untitled (Subway Drawings), 2000, Courtesy Thomas Rehbein Galerie, Köln.
Docta manus - Als docta manus bezeichneten Künstler und Theoretiker der frühen Neuzeit die virtuose und gelehrte Hand von Zeichnern wie Michelangelo oder Leonardo. Die “Zerebralisierung der Hand” stand im Kontext einer allgemeinen Vergeistigung der handwerklichen Tätigkeit. Lange vor der Erkenntnistheorie Kants wurde so bereits an den Akademien der Zeichnung über Möglichkeiten des Denkbaren und Darstellbaren diskutiert. Phänomenologische Beiträge zur Zeichnungswissenschaft im 20. Jahrhundert betonten an der Händigkeit der Zeichnung jedoch zunehmend ihr leibliches und rhythmisches Potential. Dies wurde nicht zuletzt deutlich in Praktiken der Beidhändigkeit in Kunst und Pädagogik. Download

Studierte Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Philosophie und Romanistik in Jena, Weimar und Rom sowie als Stipendiat in Neapel.
Von 2010 bis September 2013 war Hildebrandt wissenschaftlicher Mitarbeiter am NFS Bildkritik eikones in Basel mit einem Forschungsprojekt zur „Entgrenzung zeichnerischer Dispositive zwischen 1955 und 1975“. 
Seit der Renaissance wird die Zeichnung als Medium der Bildfindung diskutiert. Toni Hildebrandt beschäftigt sich in seinem Vortrag mit Begriff und Bedeutung der „docta manus“ und kontrastiert diese Befunde mit neueren kunstpädagogischen und kunsttheoretischen Befunden zur Händigkeit der Zeichnung.

Prof. Katharina Hinsberg

Künstlerin und Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken

Prof. Katharina Hinsberg
Katharina Hinsberg
‘spatien’
Seidenpapier geschnitten und geklebt
Maße Raum/Papier: 103,73 m2
Museum DMK, Duisburg
2011Foto: Werner Hannappel
Copyright: VG Bild-Kunst 2013
Die Annahmen der Linie Download

Prof. Dr. Hans Dieter Huber

Künstler, Filmemacher, Wissenschaftler und Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Bild, Beobachter, Milieu
Die zwei Seiten der Linie. Formen sind immer 2-Seiten-Formen. Sie besitzen eine Innenseite, eine Außenseite und eine Grenze dazwischen. Durch das Ziehen einer Linie wird eine ursprünglich ungeteilte Einheit zerstört. Eine Welt entsteht, die eine dreifache Differenz enthält: dasjenige, was das Objekt ist, dasjenige, was es nicht ist, und die Grenze dazwischen. Der Vortrag versucht, einige Argumente der Laws of Form von George Spencer-Brown auf das Gebiet der Zeichnung anzuwenden und sie mit einigen neueren Erkenntnissen aus der Hirnforschung über sensomotorische Koordination und die Beobachtung von Handlungen bei Anderen in Zusammenhang zu bringen. Download

Ist Künstler, Filmemacher und Wissenschaftler, er lehrt seit 1999 als Professor für Kunstgeschichte der Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Zu Hans-Dieter Hubers Forschungsschwerpunkten zählen die zeitgenössische Kunst und Kunsttheorie, Netzkunst, Medientheorie und Mediengeschichte. Er leitete verschiedene Forschungsprojekte zur Medienkunst und ist seit 2003 Mitglied des Leitungsgremiums im Zentrum für interdisziplinäre Bildforschung in Magdeburg.
Das Spannende an Hubers Forschungsweise ist der interdisziplinäre Zugang, die Verknüpfung von Impulsen aus verschiedenen Feldern, die zu einer neuen Denkfigur zusammengefügt werden.

Prof. Dr. Johannes Kirschenmann

Professor für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München

Johannes Kirschenmann
Begrüßung und Einführung Download

Prof. Fridhelm Klein

Künstler und Professor i.R. der Akademie der Bildenden Künste München

Prof. Fridhelm Klein
Zeichnen-Notieren-Sammeln - Ein Depot von Skizzen, Notizen, Texten und Bildern verwandelt das Schnelllebige in nachvollziehbare Notate. Beobachtungen und Gedankensplitter von Tag zu Tag finden ihre Ausformung und Weitergabe im Dialog mit Anderen. Ansätze zur Vermittlung werden gemeinsam erarbeitet. Download

Ist Künstler und Kunstpädagoge, studierte Philosophie und Bildende Kunst in Mainz und München.1969 gründete er den Spiel-Aktionsraum an der Kunsthalle Nürnberg und arbeitete bis 1972 mit der Gruppe KEKS (Kunst Erziehung Kybernetik Soziologie) in Nürnberg und München. Fridhelm Klein lehrte von 1969 – 2004 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auch wenn seine Klasse an der Kunstakademie „Experimentelles Spiel und neue Medien“ überschrieben war, wurde hier vor allem das Medium Zeichnung praktiziert, reflektiert und diskutiert.
Zusätzlich zu seiner Funktion als Lehrer mit seinem Engagement für die Kunstvermittlung in und außerhalb von Schule ist Fridhelm Klein vor allem als Künstler tätig. Seit 1979 zeigt er seine Zeichnungen und Aquarelle in Einzelausstellungen an  Museen und Institutionen im In- und Ausland.

Barbara Lutz-Sterzenbach

Kunstpädagogin und Künstlerin, Vorsitzende des Fachverbandes für Kunstpädagogik in Bayern

Barbara Lutz-Sterzenbach
Blatt 1 einer Serie versch. Methoden des Zeichnens (Studierende, AdBK München, Seminar "Die denkende Hand im Zeichnen")

Moderation und Konzeption

Nina Annabelle Märkl

Künstlerin und Lehrbeauftragte an der Akademie der Bildenden Künste München

Moderation und Konzeption

Casting Shadows II, 2011
Casting Shadows II, 2011
110x160 cm, Ink auf Charcoalpaper© Nina A.Märkl 2013

Prof. Dr. Johannes Meinhardt

promoviert in Philosophie, Kunstkritiker und Kunsttheoretiker

Gibt es eine Archigraphie? Zeichnung und Wahrnehmungsordnungen Download

Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte, zahlr Lehraufträge und Gastprofessuren; Mitarbeiter des Kunstforums International u.a.; zahlreiche Veröffentlichungen.
Schwerpunkt in einer differentiellen (und nichtidealistischen) Ästhetik.

Prof. Nanne Meyer

lebt und arbeitet seit 1993 in Berlin, seit 1994 lehrt sie als Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Prof. Nanne Meyer
Zeichnung I: Jahrbuch XXII 2009/10, 528 Seiten, Seite169/170, Gouache, Blei-und Farbstift, Collage, Doppelseite 30x 49cm

Nanne Meyer ist eine mehrfach ausgezeichnete Künstlerin mit einer Fülle an Ausstellungen im In-und Ausland, die sich ausdrücklich immer auf das Medium Zeichnung konzentriert hat. Mit besonderer Aufmerksamkeit untersucht sie die Verknüpfung von Denken, Schreiben und Zeichnen.

Hintertür, Spielraum und unerforschtes Gebiet – Zeichnen als Erkenntnis Download

lebt und arbeitet seit 1993 in Berlin, seit 1994 lehrt sie als Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Nanne Meyer ist eine mehrfach ausgezeichnete Künstlerin mit einer Fülle an Ausstellungen im In-und Ausland, die sich ausdrücklich immer auf das Medium Zeichnung konzentriert hat. Mit besonderer Aufmerksamkeit untersucht sie die Verknüpfung von Denken, Schreiben und Zeichnen.

Olaf Probst

Künstler, München

vom.zeihen

Workshop ‘Vom Zeihen’
Konzeption und Moderation

Zur Disposition steht ein Konvolut aus gut 400 Zeichnungskopien aller Epochen von 317 Künstlern.

Es wird gemeinsam gesichtet, um zu sortieren, Bezüge herzustellen, Entwicklungen kenntlich zu machen. Auf zeichnerischem (Irr-)Weg wird in die Lücken hineingearbeitet.

Prof. Dieter Rehm

Begrüßung durch den Präsidenten der Akademie Download

Stefan Schessl

Künstler, Theoretiker und Musiker, München/Leipzig

Stephan Schessl
Im Gespräch über Zeichnen als Erkenntnis Download

Lebt in Leipzig und München; internationale Ausstellungen, ist in internationalen Sammlungen vertreten. Sein Interesse gilt der Sichtbarkeit, Spur, Nichtintentionalität.

Christoph Sehl

sehl
„He, like me …“ – 3, Graphit, Crayon auf Leinwand, 185 x 246, 2008/2009, Pierrot
Zeichnen als semiotische Produktion Download

Arbeitet und lebt in München
Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie an der LMU, über viele Jahre als Bühnenbildner im internationalen Zusammenhang tätig u.a. mit Daniel Barenboim und Edward Said.
Seit 2000 zunehmend intensive Beschäftigung mit Zeichnung und Malerei.

Dr. Andreas Strobl

Konservator an der Staatlichen Graphischen Sammlung München.

Dr. Andreas Strobl
„Zeichnen ist die Kunst der Seele“-oder wozu zeichnen? Download

Andreas Strobl studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie.
2002 wurde er zum Konservator für die Kunst des 19. Jahrhunderts an der Staatlichen Graphischen Sammlung München ernannt.

Der Vortrag stellt die Herkunft der Zeichnung, ihre Kategorien und die gegenwärtige kunstwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Zeichnen vor.

Carina Sucker

Kunstpädagogin
zunächst wiss. Mitarbeiterin, nun Studienreferendarin

Carina Sucker
Erste Zeichenergebnisse aus der Vorstellung heraus von Schülerinnen und Schülern der 7. Klasse zum Motiv: Grüne 10-Liter-Plastik-Gießkanne aus dem Baumarkt.

Zeichnen wollen und zeichnen können: Zur Förderung des Darstellungsvermögens im Jugendalter

Die Erweiterung des zeichnerischen Darstellungsvermögens im Jugendalter ist eine wichtige Aufgabe der Kunstpädagogik. Der Beitrag stellt Untersuchungen zur Entwicklung und Förderung gegenständlicher Darstellungsfähigkeit vor und diskutiert diese in Hinsicht auf eine Didaktik des Zeichnens.

Prof. Dr. Bettina Uhlig

Professorin für Kunstpädagogik an der Universität Hildesheim

Prof. Dr. Bettina Uhlig

Eigentlich kann ich nicht zeichnen, außer Raumschiffe. Zeichendidaktische Notate

Wie lernen Kinder zeichnen und inwiefern beeinflussen kulturelle Praxen des Zeichnens die Bildbedürfnisse und -erwartungen von Kindern? Welche Rolle spielt das Zeichnen für die verständnisintensive Beschäftigung mit der visuellen Welt? Der Vortrag entfaltet anhand von Notaten zeichendidaktische Überlegungen, die sich einerseits auf die anthropologische Dimension des Zeichnens und andererseits auf das Zeichnen als kulturelle Praxis beziehen.

Jorinde Voigt

Künstlerin, Berlin

Jorinde Voigt
Rom / Berlin 2010
Tinte, Bleistift auf Papier
114,5 x 226 cm
Unikat, sSigniert© VG Bild-Kunst 2013
Beethoven Sonate 1 – 32 Download

Lebt und arbeitet in Berlin, schloss 2004 ihr Studium an der UDK in Berlin als „Meisterschülerin“ bei Prof. Katharina Sieverding ab. Ist in wichtigen Sammlungen vertreten, zahlreiche Preise.
Arithmetische Parameter bestimmen ihre komplexen und vielfältigen Vektorzeichnungen, in die sie seit kurzem Elemente collagiert und neue ästhetische Gebiete erreicht

Prof. Franz Erhard Walther

Künstler und Prof. em. der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Prof. Franz Erhard Walther
Werkzeichnung zu Nr. 57, 1.Werksatz,1969/70
Öl, Wasserfarbe, Gouache, Bleistift,
Kugelschreiber auf Papier, beidseitig
bearbeitet; 30 x 21 cmCourtesy Franz Erhard Walther und KOW, Berlin
© VG- Bild-Kunst 2013
Die Hand denkt, der Kopf zeichnet. Download

Studierte zunächst an der Werkkunstschule in Offenbach am Main, dann an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt. Danach war er für zwei weitere Jahre bei Karl Otto Götz an der Kunstakademie Düsseldorf u. a. zusammen mit Gerhard Richter und Sigmar Polke. Walther lebte von 1967 bis 1971 in New York und stellte dort 1969 u. a. mit Dan Flavin im Museum of Modern Art erstmals den berühmten „1. Werksatz“ aus.
Dieser Werksatz steht paradigmatisch für die Öffnung der modernen Kunst zum Betrachter als aktivem, nicht nur konzeptuellen Vollender des Werkes.
Mit 32 Jahren wurde Walther Professor an HBK Hamburg; dort war er bis 2005 tätig. Walther war auf mehreren documenta-Ausstellungen vertreten und 1985 erhielt er den Günter-Fruhtrunk-Preis des Akademievereines München.

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Programmierung des Webauftritts

Andrew Way, www.ambitru.de

Gestaltung des Webauftritts

Andrew Way, www.ambitru.de & Alexander Eisfeld, www.jujalex.de

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Für Irrtümer übernimmt Professor Dr. Johannes Kirschenmann keine Gewähr.